Carl Orff - Der Mond

Sam, 16. Juli 2016

20.00 Uhr Konzertbeginn

18.45 Uhr Einführungsgespräch mit Klaus Rainer Schöll  im Jägerstüberl, Schloss Triebenbach

Ein kleines Welttheater nach den Gebrüdern Grimm

in einer Fassung für Solisten, Chöre, zwei Klaviere, Instrumente und Schlagwerk
von Friedrich K. Wanek,

im Rahmen der

SALZACHFESTSPIELE 2016

Schloss Triebenbach


Schon 2011 erzielte der Chor der Musikfreunde Laufen mit seiner Aufführung von Carl Orffs „Carmina burana“ einen Besucherrekord. 2016 steht wieder ein mitreißendes Stück dieses großen bayerischen Komponisten auf dem Spielplan: das kleine Welttheater „Der Mond“. In diesem Einakter nach den Gebrüdern Grimm kommt urbayerisches Lebensgefühl zum Ausdruck, wenn der himmlische Petrus selbst in die Unterwelt steigen muss, um die vom gestohlenen Mond aufgescheuchten Toten in ihre Särge zu verweisen: nicht aber mit Strenge und Gebet, sondern mit Suff und Kartenspiel! Der Humor, der daraus entspringt, ist wie geschaffen für das Publikum der Salzachfestspiele und auch musikalisch wird das Werk seine Wirkung nicht verfehlen. Alle Vorzüge von Orffs musiktheatralischem Genie, seine ganz eigene Mischung aus Poesie und Sinnlichkeit, macht dieses Werk zu einem der maßgeblichen deutschen Bühnenstücke des 20. Jahrhunderts.

Handlung

Vier Burschen aus einem dunklen Land begeben sich auf Wanderschaft in die Fremde. Dort gelangen sie zu einem Eichbaum, an dem eine leuchtende Kugel hängt. Ein Bauer erklärt ihnen, dass dies der „Mond“ sei, den der Bürgermeister für die Bevölkerung gekauft habe. Der Mond müsse täglich mit Öl befüllt werden, um ihn am Leuchten zu halten. Die Burschen sind fasziniert und beschließen, dieses Wunderding zu stehlen. Zurück in ihrer Heimat hängen sie es ebenfalls an einen Baum und verlangen von der Gemeinde für sein Leuchten ein gehöriges Entgelt.
Als die Burschen alt werden, vereinbaren sie, dass jeder von ihnen ein Viertel des Mondes ins Grab mitnehmen dürfe. Auf diesem Weg gelangt der Mond in die Unterwelt. Von dem ungewohnten Licht werden allerdings die Toten wach. Diese fangen - in auf der Erde bewährter Manier – wieder an zu lärmen, Karten zu spielen und zu saufen. Als der heilige Petrus diesen Lärm bemerkt, steigt er persönlich hinab, um die aufgeschreckten Toten zu beruhigen. Ein Wettsaufen beginnt, in dem die Toten dem trinkfesten Himmelsmann unterliegen und sich wieder in ihre Särge legen. Den Mond aber nimmt Petrus in Gewahrsam und hängt ihn unerreichbar an den Himmel. Ein kleines Kind bemerkt ihn als erstes: Mit seinem entzückten Ausruf „Ah, da hängt ja der Mond!“ klingt das heitere Stück aus.

BesetzungPlakat

Erzähler: Alfons Brandl, Tenor
Petrus: Johannes Wiedecke, Bass
Erster Bursch: Christian Michael, Bariton
Zweiter Bursch: Darian Worrell, Bariton
Dritter Bursch: Markus Ennsthaller, Tenor
Vierter Bursch: Ulf Bunde, Bass

Kleinere Sprech- und Gesangspartien: Darsteller der Theater Holzhausen
Ein kleines Kind: N.N.

Klavier 1: Anja Widhammer
Klavier 2: Iris Hassel
Akkordeon: Edwin Fial
Harmonium/Orgel: Jutta Fial
Zither: Anna Aicher
Tuba: Johanna Aicher
Pauke: Stephan Hadulla
Schlagwerk: Magdalena Lauber, Veronika Lauber, Katharina Lauber, Rudi Zunhammer, Manfred Hausotter

Chor der Musikfreunde Laufen (Einstudierung: Stephan Höllwerth)
Vokalexpress Teisendorf (Einstudierung: Stephan Hadulla)
Stiftssingschule Mariä Himmelfahrt (Einstudierung: Thomas Netter)

BELEUCHTUNG: Oliver Freudenthaler
BÜHNENBILD: Arbeitsgruppe Musikfreunde
LEITUNG: Stephan Höllwerth

Gefördert durch die

Carl Orff Stiftung

Weitere Informationen z.B. zum Kartenvorverkauf gibt es auf der Seite der Salzachfestspiele.